Bundesministerium für Bildung und Frauen
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Was sind COOL und eCOOL?

Unsere Vision:
Schule als Ort der Potentialentfaltung ALLER Beteiligten

Unsere Haltung:
Unsere Kultur des Miteinander Arbeitens basiert auf gegenseitiger Anerkennung und Wertschätzung. Authentisches Auftreten und kontinuierliche Selbstentwicklung komplettieren unser Verständnis einer professionellen pädagogischen Haltung.

Unsere Leitideen:
Freiheit in Verantwortung & Kooperation & Selbständigkeit

Unser Netzwerk:
65 zertifizierte COOL-Schulen in Österreich (BMHS, AHS, NMS, Berufsschule)
+ 6 zertifizierte COOL-Schulen in Deutschland (BBS, Studienseminar)
ca. 1000 aktive COOL-Lehrpersonen und COOL-Unterrichtspraxis in ca. 200 Schulen


COOL ist ein pädagogisches Schul- und Unterrichtsentwicklungskonzept auf reformpädagogischer Basis für die Sekundarstufe 1 und 2. COOL ist kein fertiges Modell, sondern ein Ansatz, der am jeweiligen Schulstandort weiterentwickelt wird. Im Mittelpunkt steht die Haltung der an Schule beteiligten Akteure.

Das bedeutet, dass sich Lehrer/innen als Unterstützer/innen und Aktivierer/innen der Lernprozesse ihrer Schüler/innen verstehen. Sie erkennen die Schüler/innen mit ihren Stärken und Schwächen an, helfen ihnen eine positive Beziehung zu Inhalten und Zielen aufzubauen, vertrauen in die Erreichung dieser Ziele, geben dafür ausreichend Zeit und animieren die Schüler/innen zur Reflexion ihrer Lernprozesse.

In gleicher Weise stehen COOL-Lehrer/innen und COOL-Teams ihren eigenen Lernprozessen gegenüber. Sie identifizieren sich mit dem COOL-Konzept, geben sich die nötige Zeit, reflektieren ihre Entwicklung und bleiben auch bei den immer mit Veränderungen verbundenen Schwierigkeiten auf ihrem Weg.

Wie COOL konkret umgesetzt wird, sollen folgende Punkte verdeutlichen:

  • Die Lehrer/innen kooperieren in Klassenlehrer/innenteams: Wenn Lernende teamfähig werden sollen, dann müssen es auch die Lehrenden sein. Das bedeutet, dass es regelmäßige Teamsitzungen, eine gemeinsame Klausur zu Beginn des Schuljahres und Zusammenkünfte der Klassenlehrer/innenteams zur Reflexion, Planung und Weiterentwicklung der Unterrichtsarbeit gibt.
  • Die Schüler/innen arbeiten mit schriftlichen, häufig fächerübergreifenden Assignments (Arbeitsaufträgen), deren Zielformulierungen sich an den Deskriptoren von Kompetenzrastern aus den jeweiligen Fächern orientieren.
  • In ca. einem Drittel der Unterrichtszeit der beteiligten Fächer – in sogenannten COOL-Stunden – haben die Lernenden die Freiheit zu entscheiden, wann, wo und wie sie die gestellten Aufgaben bis zu den vorgegebenen Terminen bewältigen wollen. Das schrittweise Öffnen des Unterrichts in mehreren (möglichst allen) Fächern trainiert fachliche, soziale und Selbstkompetenzen gleichermaßen.
  • Die freien Arbeitsphasen ermöglichen den Lehrenden erst die radikale Veränderung der Rolle von Vortragenden zu Moderatoren und Begleitern des Lernprozesses. Sie können so auf jeden einzelnen Lernenden eingehen und diese auch gezielt und individuell fördern.
  • Der kooperative offene Unterricht und dessen Reflexion kann Basis und Trainingsfeld  für offenere Formen von Unterricht, wie z.B. Projektunterricht, Problem Based Learning oder TZU (themenzentrierter Unterricht) sein.
  • Methoden des eLearning (eCOOL) ergänzen und unterstützen die differenzierte  Unterrichtsarbeit (elektronische Assignments, Feedback, ePortfolio,…).
  • In der regelmäßig stattfindenden Klassenratssitzung besprechen die Lernenden ihre Anliegen, reflektieren ihren Lernfortschritt, trainieren Gesprächsregeln und Protokollführung und erlernen Moderationstechniken.
  • Lehrende geben regelmäßig und individuell Feedback zum Lernprozess (Lerncoaching) und unterstützen die Lernenden beim Aufbau einer wertschätzenden Feedbackkultur.
  • Neben den gesetzlich vorgeschriebenen summativen Formen der LeistungsBEURTEILUNG (Tests, Schularbeiten) werden auch formative Methoden der LeistungsBEWERTUNG wie z.B. Portfolios eingesetzt, um Schüler/innen beim Rollenwechsel vom Konsumenten des Unterrichts zum eigenverantwortlich Lernenden zu unterstützen.
  • In regelmäßiger Elternarbeit werden Eltern durch ihr Feedback zum Mitgestalten des Lernprozesses angeregt.
  • Mit eCOOL ist COOL längst im elektronischen Zeitalter angekommen. Die Verbindung von Social Media-Elementen mit eLearning kombiniert die Vorteile des Cooperativen Offenen Lernens mit verschiedenen technischen Möglichkeiten. eCOOL-Arbeitsaufträge, ePortfolio-Arbeit, Kompetenzorientierung,  das Arbeiten mit Bildungsstandards, elektronisches Feedback und die Nutzung von Lernplattformen erhöhen die Flexibilität, die Interaktivität und die Transparenz des gemeinsamen Arbeitens.

Mehr Information auf http://de.wikipedia.org/wiki/Cooperatives_Offenes_Lernen

 
project participation: Lovevet   Erasmus +
concept & design: GTN-Solutions